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Musikunterricht hat viele positive Auswirkungen


Die Forschungen der Neurowissenschaftlerin Daniela Sammer haben gezeigt, dass Musikunterricht unter anderem die Motorik, Koordination und das räumliche Denken fördern kann. Laut Dr. Sammler unterscheiden sich die Gehirne von Nicht-Musikern und Musikern deutlich. Durch das Musikmachen werden Verbindungsbahnen in Gehirnen besser vernetzt und die auditorischen Zentren verbessern sich während des täglichen Übens. Der Unterschied kann sogar mithilfe eines Magnetresonanztomografen sichtlich gemacht werden. Menschen, die ein oder mehrere Musikinstrumente spielen, verfügen über mehr graue Substanz.

Sind Musiker flexiblere Denker?

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Klavierspieler können in der Regel auditorische Informationen mit visuellen besser abstimmen und ihre Hände besser koordinieren. Das Klavierspielen erfordert eine starke Zusammenarbeit verschiedener Hirnregionen, wodurch sie mit der Zeit deutlich flexibler werden. Ein Musikinstrument stellt klare und anspruchsvolle Förderungen ans Gehirn: Musiker müssen die richtigen Noten treffen und einem bestimmten Takt folgen. Das erfordert jedoch viel Übung und Ausdauer, aber auch Talent kann eine wesentliche Rolle spielen.

Wie ist es mit dem Musikhören?

Wenn man einen Song im Radio hört, der einem gefällt und zusagt, kann das ein emotionales Wohlfühlgefühl auslösen. Es ist auch möglich, negative Emotionen loszuwerden und positive hervorzurufen. Mit Musik kann man quasi Gefühle steuern. Auch der sogenannte Mozart-Effekt ist hier ein sehr gutes Beispiel: Es wurde nachgewiesen, dass sich Kinder, die Mozarts Kompositionen hörten, viel besser bei Matheaufgaben konzentrieren konnten und sie besser lösten. Diese Erkenntnis aus den Achtzigerjahren war revolutionär und wurde später von vielen relativiert. Es wurde behauptet, dass es nicht unbedingt an Mozarts Musik lag, sondern dass jede Musik, die positive Emotionen hervorruft, wahrscheinlich dasselbe Ergebnis zeigen würde. Die Struktur eines bestimmten Songs ist hier nicht relevant und es spielt keine Rolle, ob es sich um mathematisch oder rhythmisch konstruierte Musik handelt. Ausschlaggebend ist einzig und allein der emotionale Effekt, den ein Lied auf eine Person hat. Dazu sollte man auch sagen, dass es für Kinder viel spannender war, Aufgaben mit Hintergrundmusik zu lösen.